Die Hinrunde im Tischtennis Spielbetrieb ist gelaufen und da wird es natürlich Zeit, wieder zurück zu blicken. Starten wollen wir die Berichte mit unserem Aushängeschild, der 1. Mannschaft. Los geht´s!
Unser Sextett hatte in der vergangenen Saison sehr knapp noch den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga geschafft. In dieser Saison waren wir uns eigentlich sicher, dass es nicht nochmal so knapp werden müsste und eine bessere Platzierung möglich ist.
Das gelang zwar am Ende mit Tabellenrang 9 (von 12) aber es war ein extremer Kraftakt und wurde erst ab Mitte der Hinserie erspielt. Aber schauen wir mal wie es so gelaufen ist. Einige Spiele mussten verlegt werden, teils auf unseren Wunsch, teils auf Bitte der Gegner.
So war die eigentliche Spielreihenfolge ziemlich durcheinander geraten. Im für uns 1. Spiel, gegen den Landesligaabsteiger Süchteln-Vorst, zeigten wir eine starke Leistung. Da war sogar ein Unentschieden im Bereich des spielbaren Möglichen. Danach wurden wir aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei unseren Nachbarn in GV-Neukirchen lief wie immer nichts zusammen und wir verloren 3:9. Nach anderthalb Monaten Spielpause, traten wir dann ohne unseren erkrankten Mannschaftsführer Marco Seiffert an und verloren 6:9. Hier war erneut ein Punktgewinn möglich.
Dann begann für uns der November, mit unzähligen Spielen. Im Heimspiel gegen einen weiteren Landesligaabsteiger (TTC Meerbusch) präsentierten wir uns wahrscheinlich nochmal stärker als gegen Süchteln. Zwar verloren wir 4:9 aber auch hier Top Leistung und viel Lob für uns. Aber da kann man sich bekanntlich nichts für kaufen. Im nächsten, verlegten Spiel in Breyell am frühen Sonntagmorgen konnten nur Dennis Schwarz und Marco liefern, sie holten beim 5:9 alle Punkte. Das war eine sehr bittere Niederlage und die Stimmung war im Keller. Wir standen weiterhin ohne einen Punkt da und durften dann zum nächsten Heimspiel den Topfavoriten auf den Aufstieg, den TTC Waldniel II, begrüßen. Diese Partie ging erwartet klar verloren. Jetzt musste es aber mit den Punktgewinnen losgehen, sonst wäre schon sehr frühzeitig klar, dass wir die Klasse nicht halten können.
Und das gelang dann auch: Diesmal hatten wir mal Glück, denn Meerbusch II war ersatzgeschwächt. Bei Wilhelm Tils platzte endlich der Knoten und er holte das entscheidende Spiel zum 9:5 Auswärtssieg. Fast hätten wir danach direkt den nächsten Sieg erspielt. Im Match bei Wetschewell ließen wir die wohl deutlichsten Punkte liegen. Statt einem durchaus möglichen Sieg oder im schlechtesten Fall einem Unentschieden verloren wir am Ende 7:9. Das war wirklich sehr bitter!
Aber manchmal geschehen auch im Tischtennis kleine Wunder. Diesmal war der Sonntagmorgen unser Freund. In einem niemals zu glaubenden Spiel, gewannen wir beim Kempener LC tatsächlich mit 9:6 und holten Punkte zurück, die wir an vorherigen Spieltagen liegen gelassen hatten. Ganz stark unser oberes Paarkreuz! Dieser Sieg setzte neue Kräfte frei und so fuhren wir sehr selbstbewusst zu unserem stärksten Abstiegskonkurrenten Bor. MG II. Diese bezwangen wir verdient mit 9:4 und schoben uns erstmals von einem direkten Abstiegsplatz auf einen Relegationsplatz. Nun kam noch unser „Bonusspiel“! Eigentlich am „Tag der deutschen Einheit“ terminiert ,spielten wir Mitte Dezember gegen Willich. Unser taktisches Manöver bei den Doppeln ging im Nachhinein in die Hose aber auch sicher geglaubte Einzel kamen nicht. Die 7:4 Zwischenführung reichte am Ende nicht und das Spiel ging 8:8 aus. Trotzdem ein Punktgewinn, denn dadurch kletterten wir nochmal einen Rang höher in der Tabelle.

Bilanzmäßig war unser Team zweigeteilt. Wir stellten das viertbeste obere Paarkreuz der Klasse! Dennis war der drittstärkste Spieler im oberen Paarkreuz bzw. der Gruppe aber auch Jörg Jacobs mit einer positiven Bilanz. Genau wie Marco, der im mittleren Paarkreuz auf Rang 3 landete.
Wilhelm, der eigentlich für das untere Paarkreuz eingeplant war, kam ab der 2. Hälfte der Hinserie bei uns an und holte wichtige Siege. In der Rückserie wird er sicherlich dort ansetzen und stabil Punkte holen, dann aber im unteren Paarkreuz. Robert Coenen kam nur zu vier Einsätzen und gewann verletzungsbedingt nur ein Spiel. Hier hoffen wir auf schnelle Genesung. Bei Ralf Karrasch kann man immer das gleiche schreiben. Welche Bilanz würde er wohl mit Training spielen? Trotzdem knapp positiv im unteren Paarkreuz abgeschnitten. Rainer Koltermann unten mit einer 4:9 Bilanz. Rainer kann definitiv mehr und wird das in der Rückserie auch zeigen. Bei den Doppeln spielten wir leider stark negativ aber immerhin haben wir im Verlauf der Saison jetzt Duos gefunden, die passen und Jörg/Ralf verloren nach Neubildung auch nur ein Spiel. Dennis / Marco immer gegen Doppel 1 und dabei spielten sie sehr gut. Wilhelm / Rainer sollten in der Rückserie auch noch besser harmonieren und punkten.
Wir sind uns sicher, das wir in der Rückserie nochmal mehr Punkte holen werden. Sowohl nach hinten und nach vorne geht aber in dieser Klasse noch einiges. Neben den beiden eigentlich schon feststehenden Plätzen 1 und 2 kommt ein kleines Mittelfeld und dann beginnt ab Platz 7 mit Dormagen schon die Abstiegszone.
Daher bleibt die Einschätzung, die wir vor der Saison hatten: Der Klassenerhalt wird mit einer besseren Platzierung als in der Vorsaison erreicht!

